Störende Pigmentflecken – Ursachen und Abhilfe

Sommersprossen und Pigmentflecken sind Fluch und Segen

Fast jeder macht früher oder später Bekanntschaft mit ihnen: Pigmentflecken, im medizinischen Fachjargon Hyperpigmentierung, Melasma oder auch Chloasma genannt. Gesundheitlich sind sie zwar unbedenklich, optisch stören sie jedoch besonders dann, wenn sie im Gesicht, am Dekolleté oder an den Händen auftreten. Die Ursachen für die Entstehung sind nicht vollständig geklärt, eine Rolle können aber unter anderem starke Sonneneinstrahlung und Hauterkrankungen spielen.

Stoerende-Pigmentflecken
Face – istock – blackwaterimages

Dabei kommt es zur vermehrten Bildung von Melanin in der Haut, was an sich ja durchaus positiv und sinnvoll ist. Immerhin ist Melanin der natürliche Schutz unserer Haut gegen schädliche UV-Strahlung, die trotz aller Aufklärungskampagnen noch immer eine der häufigsten Ursachen für bösartigen Hautkrebs ist. Allerdings wird das ästhetische Empfinden deutlich gestört, wenn das Melanin nicht gleichmäßíg verteilt gebildet wird. Dann entstehen die oft fein strukturierten, wolkigen Male.

Ein Wirkstoff unterbricht die Melaninbildung lokal

Zehn Jahre dauerte die Entwicklung eines Wirkstoffs, der die ungleichmäßige, überschüssige Bildung von Melanin in der Haut lokal unterbinden soll. Entwickelt wurde der mit Trivialnamen Rucinol genannte Wirkstoff übrigens in Japan, wo eine besonders helle, gleichmäßige Hautfarbe als besonders erstrebenswertes Schönheitsideal gilt. Inzwischen ist er auch hierzulande in speziellen Kosmetika zu finden, meist verkürzt als Resorcinol bezeichnet. Fast alle großen Kosmetik- und Pflegeserienhersteller bieten mittlerweile Produkte mit dem Wirkstoff an, der innerhalb einiger Wochen die störenden Hautmale aufhellen soll (mehr bei Eucerin).

Die Wirkungsweise ist dabei durchaus simpel aber effektiv: Melanin wird in der Haut mit der Zeit wieder abgebaut, das kennt jeder, dessen Sommerbräune in der dunklen Jahreszeit wieder verblasst. Um die Flecken zu reduzieren, reicht es also eigentlich aus, die Neuproduktion von Melanin zu drosseln. Genau da setzt Resorcinol an: Es hemmt zwei verschiedene Enzyme, die für die Melaninproduktion notwendig sind. So bringt es die Hautmale mit der Zeit zum Verblassen. Aufgrund seiner möglichen Wirkungsweise reduziert Resorcinol nicht nur den Kontrast zwischen Hyperpigmentierung und normal pigmentierter Haut, sondern lässt den Teint insgesamt zusätzlich heller und klarer erscheinen. Ein kleiner Wermutstropfen: Bei Pigmentierungsstörungen, die nicht auf Melanin zurückzuführen sind, wirkt Resorcinol leider nicht. Diese sind allerdings deutlich seltener, ein Versuch kann daher nicht schaden.

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